Warum Katzenkastrationen?

Wie auch in vielen anderen ländlichen Gebieten wurden auch im Kreis Borken in den letzten Jahren Hunderte von Fundkatzen von den privaten Tierschutzvereinen aufgenommen, Tendenz steigend. Wo kommen all diese Tiere her?DSC02902[1].JPG

Meistens handelt es sich um verwilderte Haustiere, die entweder ausgesetzt wurden oder von ursprünglich ausgesetzten Haustieren abstammen.  Hier ist insbesondere auch die fehlende Kastration von Freigängern zu nennen.

Jede vermehrungsfähige Katze, die frei draußen laufen darf, wird sich früher oder später vermehren.

Auch wenn Katzen laut zahlreichen Studien nicht alleine verantwortlich für den massiven Rückgang der heimischen Vogelpopulation und Insektenpopulation sind, können unnatürlich hohe Bestände dem Vogelbestand mancherorts empfindlich schaden.

 

Überbevölkerung schafft Leid

Foto 24.07.18, 16 47 20.jpgUngewollte Katzen, die nicht in ein Tierheim gebracht werden, landen oft auf der Straße, vermehren sich weiter und führen ein meist elendes Katzendasein. So leiden Tiere in größeren, mangelhaft versorgten Katzengruppen unter Hunger und unter Krankheiten wie Giardien, Fuchsräudemilben, Spulwürmern und Hautpilz.

Alles Krankheiten, die sich nicht nur rasend schnell verbreiten und zu schweren Schäden bei den Tieren führen können, sondern auch auf den Menschen übertragbar sind.

Kastration als gewaltfreie Lösung

Obwohl wir Tierschutzvereine im Kreis Borken uns alle gemeinsam um freilebende Katzen kümmern und regelmäßig Kastrationen durchführen, reißt die Flut der jährlichen Katzenwelpen nicht ab.

Einen kleinen Zuschuss für die Kastrationen gibt es über Fördermittel des Landes. Den Großteil der Versorgungs- und Behandlungskosten müssen wir allerdings über Spenden von Tierfreunden finanzieren oder zahlen es auch aus unserer privaten Tasche. Ein Fass ohne Boden!

Es gibt eine Lösung!

20190401_194227[1].jpgEine kreisweite flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Katzen, die Freigang genießen - und zwar ohne Ausnahmen!

Die konsequente Durchführung dieses Ansatzes führt zu einer Stabilisierung der Population freilebender Katzen. Durch die Kennzeichnung und Registrierung wird es für die Tierschutzvereine nicht nur möglich, zu erkennen, ob ein Freigänger schon kastriert ist.

Es gelingt auf diese Weise ebenfalls, weniger verantwortungsvolle Katzenhalter für die Übernahme der Kastrationskosten in Anspruch zu nehmen. Zudem können Fundkatzen schneller wieder dem Besitzer zurückgegeben werden.

(Fotos: Peta Deutschland e.V., Tiernotruf Bocholt e.V., Katzenhilfe Bocholt e.V.)